Man sagt, ich sei ein Pechvogel. Ich sage, ich perfektioniere meinen Sinn für Ironie durch tägliches üben.
Geschichte des Pechvogels
Früher war alles ganz anders. Wenn mich jemand fragt, wie anders es war, antworte ich nur wie ein alter Mann: FRÜHER GAB ES VON ALLEM MEHR. Mehr Tiere, längst verstorbene Kontinente und natürlich vieeeeeel mehr Abenteuer.
Damals gab es aufgrund der neuen Abenteuer natürlich auch viel mehr Gefahren und Menschen waren zu der Zeit undenkbar.
Es gab Vögel, die die Retterrolle übernahmen, doch ließen sie sich mit der Rettung des Opfers so viel Zeit, dass sie die Opfer erst in der letzten Sekunde retteten. (Daher das Sprichwort: "Rettung in der letzten Sekunde.") Diese Vögel waren bekannt als Vogitäter, was sich aus Vogel und Sanitäter zusammensetzt. Sie ließen sich so viel Zeit, dass der Gerettete solche Angst hatte, dass er ein solches Abenteuer nie wieder anstrebte. Umgangsprachlich waren sie auch als Glücksvogel bekannt.
Doch eines Tages kam ein merkwürdiger Glücksvogel zur Welt. Er war nicht von diesen unerklärlich und heute unbekannten Farben geprägt, die für menschliche Augen unsichtbar sind, nein. Dieser Vogel war Gold und Gold war damals die Farbe der Verachtung.
Dieser Vogel war ungelernt. Er war schon immer anders als die anderen Glücksvögel. Er lernte viel später fliegen und hing auch allgemein etwas weiter hinterher. Nun war dieser Vogel allerdings der Sohn des Obervogitäter und war gerade zu dazu bestimmt alles perfekt zu machen. Doch schnell merkten alle, dass er er sich zwar Zeit ließ um den Zappelnden noch richtig Angst zu machen, Vogitäter liebten Drama und melodramatisierten alles, was ihnen passierte. Dieser Vogel aber war einfach zu langsam. Wegen ihm verstarben viele Tierarten, die ohne ihn heute noch leben würden. Mit der Evolution des Affens zum Menschen war auch dieser Vogel gezwungen sich mit der Zeit anzupassen. Mit der Zeit vermehrte sich der Pechvogel, wie er nachher genannt wurde, so dass er heute weiter verbreiteter ist als früher. Heute leben sie immer noch unter uns. Wartend um alles falsch zu machen, was man falsch machen kann. Trottelig und tollpatschig.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen