Samstag, 5. November 2011

Dienstag, 13. September 2011

Überbrückung gescheitert

"Liebe (von mhd. liebe, „Gutes, Angenehmes, Wertes“) ist im engeren Sinne die Bezeichnung für die stärkste Zuneigung, die ein Mensch für einen anderen Menschen (auch zu einem Tier u. a. m.) zu  empfinden fähig ist. Der Erwiderung bedarf sie nicht." - Wikipedia. 

Du bist also weg, sagst du. Weg von mir, weg von dir selbst. Weg von "Der Liebe deines Lebens". achja?
Dafür, dass du mich so sehr vermisst, meldest du dich recht wenig.
Ich vermisse deinen Geruch, deinen Leberfleck in der Handfläche, deine dämliche sarkastische Art. :/
Ich vermisse dich.
Aber dafür, dass ich dich vermisse, versuche ich mich (zwanghaft) von dir abzulenken, damit, dass du nie perfekt warst, damit, dass ich die Tiefpunkte unserer Beziehung höher werte als die unzähligen Höhepunkte, die wir hatten. Ich weiß schon nicht mehr, wie ich mich ablenken soll.
Verzweifelt suche ich nach einem Jungen, der die das Wasser reichen kannst, auch wenn ich weiß, dass es ausnutzen zur Überbrückung der Zeit ohne dich ist und mich schlecht dabei fühle.
Und da sehe ich einen Jungen, der total lieb ist und mir nie was böses könnte, aber ebenso wenig beachtet er mich im Alltag. Außerhalb der Schule, im Privatleben ist er total lieb, fast schon zu lieb, aber darum geht's mir nicht nur. Ich will doch auch allgemein Aufmerksamkeit von jemanden bekommen, das Herz eines Jungens sein, der mich ehrt und sarkastisch zugleich ist, jedoch den Ausgleich kennt. Wie du.
Und immer noch suche ich verzweifelt nach einer Lösung, einer Überbrückungsmöglichkeit.

Dienstag, 9. August 2011


Sans toi, les émotions d'aujourd'hui ne seraient que
la peau morte des émotions d'autrefois!




Ohne dich wären die Gefühle von heute nur die leere Hülle der Gefühle von damals!

Freitag, 29. Juli 2011

Spieglein Spieglein an der Wand

Aber dann spüre ich seine kühlen Hände auf meinen heißen Wangen, und als ich unwillkürlich den Kopf hebe, bin ich gezwungen mir aufgrund des großen Spiegels vor uns direkt ins Gesicht zu sehen. Es kann einem aus der Fassung bringen, wenn man in einer Situation, in der man um keinen Preis mit etwas Bestimmtem konfrontiert werden möchte, gezwungen ist, sich selbst anzuschauen. Etwas Rohes, Reales kommt da zum Vorschein, etwas, vor dem man nicht weglaufen kann. man kann sich selbst belügen, so viel man will, aber wenn man sich ins Gesicht schaut, dann erkennt man die Wahrheit. Mit mir ist etwas nicht okay. Das leugne ich nicht, es starrt mir ins Gesicht. Meine Wangen sind eingefallen, meine Augen haben dunkle Ringe und sind rot gerändert von den Tränen der letzten Nacht, wie mit einem seltsamen Lidstrich. Aber ansonsten sehe ich aus wie immer. Trotz der riesigen Veränderung in meinem Leben sehe ich aus wie immer. Müde, aber wie ich. Keine Ahnung, was ich erwartet habe. Wahrscheinlich eine vollkommen veränderte junge Dame, der die Leute auf den ersten Blick ansehen, dass mir das Liebste im Leben genommen wurde. Doch der Spiegel sagt mir Folgendes: Von außen sieht man nichts Besonderes. Von außen kann man niemals alles sehen.
Ich erkläre ihm, dass ich kaum in den Spiegel geschaut habe, seit dem ich erfahren habe, dass er in Kürze verschwindet, doch er bringt nur angemessen besorgte Laute hervor. Ich höre die Worte "schön" und "hübsch", gebe ihm aber zu verstehen, dass er lieber schweigen soll. Es ist wichtig für mich, dass er zuhört und nicht versucht, gleich wieder alles zu regeln. Er soll verstehen, dass es mir nicht um mein Äußeres, nicht ums Hübschsein geht, sondern darum, so zu erscheinen, wie ich bin. Ich möchte ihm erklären, wie ich mich fühle, wenn ich mich zwinge in den Spiegel zu sehen und meinen Körper anzugucken, der mir jetzt vorkommt wie ein leeres Gefäß.

Sonntag, 24. Juli 2011

Goodbye my lover



ich lasse dich gehen
und doch stehst du mit einem bein noch im selbem raum mit mir
deine augen wandern in die ferne und doch wieder zurück zu mir
die kälte unerträglich die du hinterlässt
jedes mal wenn du gehst
ich halte dich am shirt fest
als könnte ich dich aufhalten
ich lasse los
aber kehr zu mir zurück
in mein warmes haus

Samstag, 23. Juli 2011

Schnell, schnell, schnell.

Immer haben wir es eilig. Nie haben wir genug Zeit, denn wir sind schon unterwegs nach dort. Weil wir bereits vor 5 Minuten hätten aufbrechen müssen, weil wir jetzt dort sein sollten.
In den stressigen Phasen der Schule kamen mir vierundzwanzig Stunden immer viel zu wenig vor. Jetzt möchte ich am liebsten die Hände ausstrecken und nach den Sekunden und Minuten greifen, als könnte ich sie am Verstreichen hindern, ein kleines Mädchen, das Seifenblasen nachjagt. Natürlich kann ich die Zeit nicht festhalten, aber irgendwie hat es den Anschein, als könnten ältere Menschen das. Ich habe mich oft gefragt, wie beispielsweise mein Großvater seine Zeit ausfüllt, als wäre das, was ich schulisch mache mehr wert als sein Herumwerkeln. Dabei werkeln wir in Wahrheit doch alle nur herum, fülle die Zeit aus, die uns au dieser Welt gegeben ist, irgendwie. Aber um uns selbst bedeutsamer zu fühlen, stellen wir allerlei Wichtigkeitslisten auf.
Was tut man also, wenn alles sich verlangsamt, wenn die Minuten, die vergehen, plötzlich ein bisschen länger zu sein scheinen als bisher? Man nimmt sich Zeit. Man atmet langsamer. Man öffnet die Augen ein bisschen weiter und sieht sich alles in Ruhe an. Nimmt seine Umgebung in sich auf. Man denkt vielleicht auch an Gesichten von früher, an Menschen, an vergangene Zeiten und Ereignisse. Man lässt sich von dem, was man in diesem Moment wahrnimmt, an andere Dinge erinnern. Man redet über diese Dinge. Man hält inne, konzentriert sich auf das Hier und Jetzt. Man findet Lösungen für das Kreuzworträtsel, das man gestern nicht fertig gekriegt hat. Mach langsam. Hör auf, alles jetzt sofort erledigen zu wollen, schnell, schnell. Kümmere dich nicht darum, wenn du die Leute hinter dir aufhältst, nimm ruhig zur Kenntnis, dass sie dir fast auf die Hacken treten, aber behalte dein eigenes Tempo bei. Lass es dir von keinem anderen vorschreiben.


Schlaflos

Schließ die Augen und schau in die Dunkelheit.
Das war immer der Rat meines Vaters, wenn ich als kleines Mädchen nicht schlafen konnte. Jetzt würde er das nicht von mir wollen, aber ich tue es trotzdem. Ich starre in die unermessliche Dunkelheit, die sich endlos hinter meinen geschlossenen Augenlidern erstreckt. Obwohl ich nach wie vor auf dem Boden liege, habe ich das Gefühl, dass ich auf dem allerhöchsten Punkt bin, den ich erreichen kann, mich an eine Treppe im Nachthimmel klammere und meine Beine über dem kalten, schwarzen Nichts baumeln lasse. Ein letztes Mal blicke ich hinunter auf meine Finger, die das Licht umschließen, dann lasse ich los. Erst falle ich, dann treibe ich, dann falle ich wieder, und ich warte auf das Land meines Lebens.
Genau wie schon als kleines Mädchen, das gegen den Schlaf kämpfte, weiß ich auch heute, dass hinter dem dünnen Vorhang der geschlossenen Lider die Farben wohnen. Sie locken mich, fordern mich heraus, die Augen zu öffnen und den Schlaf abzuschütteln. Rote und bernsteinfarbene, gelbe und weiße Blitze durchflammen meine Dunkelheit. Ich weigere mich, die Augen aufzumachen. Auf reinem Trotz kneife ich die Lider noch fester zusammen, um die Lichtfunken abzuwehren - bloße Ablenkungen, die mich wachhalten, aber Zeichen dafür, dass es jenseits davon Leben gibt.
Aber in mir ist kein Leben. Keins, das ich hier im Bett liegend, fühlen kann. Nun schlägt mein Herz schneller, der letzte Einzelkämpfer, der im Ring zurückgeblieben ist, ein roter Boxhandschuh, der immer weiterpumpt und nicht aufgeben will. Das ist der einzige Teil von mir, dem es nicht egal ist, der Einzige, dem es nie egal war.